Filmprogramm Freitag

26. Juli 2019

HELL OR HIGH WATER

Inhalt:
Der geschiedene Vater Toby Howard (Chris Pine) und sein aufbrausender älterer Bruder Tanner (Ben Foster), der gerade erst aus dem Knast entlassen wurde, greifen zu verzweifelten Maßnahmen, um die hochverschuldete Farm ihrer Familie in Texas zu retten: Sie rauben die Filialen der Bank aus, an die ihre Farm verpfändet wurde. Doch der Texas Ranger Marcus Hamilton (Jeff Bridges), der kurz vor dem Ruhestand noch einen großen Fall lösen will, kommt dem Gespann auf die Schliche. Ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

Fakten zum Film:
Der US-amerikanische Spielfilm ,Hell or High Water’ war der erfolgreichste Independent-Film des Jahres 2016. Die Akteure, die Schauplätze – gedreht wurde vorwiegend in New Mexico – und die Musik von Nick Cave und Warren Ellis machen diese moderne Texas-Ballade zu einem bildstarken Meisterwerk.

Der Titel „Hell or High Water“ ist umgangssprachlich und bedeutet: Etwas muss auf Teufel komm raus oder auf Biegen und Brechen passieren – egal, ob die Hölle losbricht oder Hochwasser kommt. Im Film müssen die Outlaws die Hypothek ihrer Mutter unbedingt pünktlich zurückzahlen, mahnt ihr Berater und bekräftigt dies mit der Mahnung „…Hell or High Water“

Weitere Fakten:
Erscheinungsdatum: August 2016
Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch (am Autokino deutsch gezeigt)
Regisseur: David Mackenzie
Länge: 1h 42m
Hauptdarsteller: Chris Pine, Ben Foster, Jeff Bridges
FSK: 12

Kritik:
Die Story ist einfach gestrickt, fast absehbar und doch packt diese Ballade eines Robin-Hood-Paars zum eigenen Vorteil ungemein. Tanner und Toby beantworten Ausbeutung (der Banken) mit Gegengewalt. Doch in David Mackenzie’s melancholischem Thriller im Westernstil geht es weniger um Waffen- und Gewaltproblematik dafür mehr um Familiensolidarität und Bruderschaft. Das Raubein Tanner opfert sich sozusagen aus Bruderliebe, und der grimmige Old Texas Man Hamilton kann gewisse Sympathien für die Räuber nicht verhehlen. Und wem gelten unsere Sympathien?

Einlass ab 19.30 Uhr
Film ab 22 Uhr
Eintritt 15.-


Filmprogramm Samstag

27. Juli 2019

GREEN BOOK

Inhalt:
New York City 1962, im Nachtclub Copacabana. Für allzu ausschweifende Handlungen ist Tony Lip (Viggo Mortensen) zuständig, ein italienisch-amerikanischer Türsteher, der bei der Ordnungswiederherstellung eher auf die Kraft schlagender Argumente setzt. Nachdem der Nachtclub für einige Zeit geschlossen wird, muss er sich um eine andere Beschäftigung bemühen. Dabei wird er vom Jazz-Pianisten Don Shirley (Mahershala Ali) als Fahrer für eine Konzert-Tournee in die Südstaaten der USA angeheuert. Nichts Ungewöhnliches, mag man denken. Allerdings hat Don afrikanische Wurzeln, gilt zu dieser Ära als Mensch zweiter Klasse und gibt damit dieser Geschichte die ungewöhnliche Konstellation: Ein weisser Chauffeur, der einen Afroamerikaner mitten ins Herz der Staaten der Rassentrennung steuert.

Fakten zum Film:
,Green Bock’ ist eine US-amerikanische Tragikomödie von Peter Farrelly, die nach einer wahren Begebenheit gestaltet ist. Im Rahmen der Oscarverleihung 2019 erhielt der Film fünf Nominierungen und wurde als bester Film, für das beste Originaldrehbuch und den besten Nebendarsteller ausgezeichnet.

Weitere Fakten:
Erscheinungsdatum: November 2018
Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch (am Autokino deutsch gezeigt)
Regisseur: Peter Farrelly
Länge: 2h 11m
Hauptdarsteller: Mahershala Ali, Viggo Mortensen, Linda Cardellini
FSK: 6

Kritik:
Peter Farrelly, der vor 20 Jahren mit dem Komödienhit ,There’s something about Mary’ Furore machte, findet eine perfekte Balance zwischen rührseligen Momenten und komisch-lakonischen Szenen, wenn sich der liebenswerte Macho und der intellektuelle Afroamerikaner kappeln und im nächsten Moment gemeinsam über ein Brathähnchen hermachen.

Die Pointen sitzen. Die sehr atmosphärischen Bilder des Roadtrips durch die Südstaaten der 60er-Jahre im 1962 Cadillac Sedan DeVille sind wunderschön und treffen dennoch präzise die vergiftete Stimmung jener Zeit. Ein warmherziges Plädoyer für Verständigung und gegen Diskriminierung.

Einlass ab 19 Uhr
Film ab 21.45 Uhr
Eintritt 15.-


Bisherige Filme

  • O Brother, Where Art Thou?, Autokino 2017
  • Ein ausgekochtes Schlitzohr - Autokino 2017
  • Christine, Autokino 1997
  • Born in East LA, Autokino 1997
  • Fack ju Göhte, Autokino 2015
  • Drive, Autokino 2015
  • We're the Millers, Autokino 2014
  • Rush, Autokino 2014
  • Ted, Autokino 2013
  • Death Proof, Autokino 2013
  • Stichtag, Autokino 2012
  • RED, Autokino 2012
  • The A-Team, Autokino 2011
  • Taking Woodstock, Autokino 2011
  • Hangover, Autokino 2010
  • Transporter 3, Autokino 2010
  • Sterben für Anfänger, Autokino 2009
  • The World's fastest Indian, Autokino 2009
  • Walk the Line, Autokino 2008
  • Le Mans, Autokino 2008
  • Meet the Fockers, Autokino 2007
  • Vanishing Point, Autokino 2007
  • The Blues Brothers, Autokino 2006
  • Jo Siffert, Autokino 2006
  • Jalla Jalla, Autokino 2005
  • Clay Pigeons, Autokino 2005
  • There's something about Mary, Autokino 2004
  • Duell, Autokino 2004
  • Was nicht passt wird passend gemacht, Autokino 2003
  • Bullit, Autokino 2003
  • Meet the Parents, Autokino 2002
  • Lock Stock and two smoking Barrels, Autokino 2002
  • Road Trip, Autokino 2001
  • From Dusk till Dawn, Autokino 2001
  • Bang Boom Bang, Autokino 2000
  • The Big Lebowski, Autokino 1999
  • Dazed and Confused, Autokino 1998